Sehenswürdigkeiten in Augsburgs Innenstadt

Renaissance/Raumkunst
Rathaus und Goldener Saal
Romanik/Gotik
Dom St. Maria
Der ottonische Dom entstand um das Jahr 1000 über einem karolingischen Vorgängerbau, dessen Krypta erhalten ist. Fünf romanische Prophetenfenster von 1065 sind der älteste figürliche Glasmalereizyklus der Welt. Im 14. und 15. Jahrhundert erhielt die Kirche den gotischen Chor und zwei bedeutende Figurenportale. Im Domkreuzgang sieht man hunderte kunstvoll gearbeiteter Grabsteine ab 1285.
berühmte Sozialsiedlung
Fuggerei
Jakob Fugger stiftete 1521 die älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt. In ihren 140 Häusern leben 150 katholische Augsburger Bürger. Sie bezahlen für eine rund 60 Quadratmeter große Wohnung eine jährliche (Kalt-) Miete von 0,88 Euro. Dafür sprechen sie täglich drei Gebete für die Stifterfamilie. Mehrere Museen und der Welktriegsbunker erklären die Geschichte dieser Reihenhaussiedlung.
Raumkunst
Badstuben im Fuggerstadtpalast
Die Badstuben im Fuggerstadtpalast sind ein atemberaubend schönes Raumkunstwerk, bestehend aus zwei ehemaligen Bibliotheks- und Sammlungsräumen, im Stil des Florentiner Manierismus. Die ansprechende Ausstellung in der vorgelagerten Loggia (Zugang über den Serenadenhof) erklärt die kunsthistorische Bedeutung der Badstuben. Zugänglich nur im Rahmen einer privat gebuchten Führung. Bild © Achim Bunz
Rokokofestsaal
Schaezlerpalais
Das Schaezlerpalais ließ ein Silberhändler bis 1770 errichten. Der Festsaal des Rokokopalastes wurde im Beisein von Marie Antoinette, der späteren Königin von Frankreich, eingeweiht. Die Kunstsammlungen und Museen Augsburg zeigen barocke Malerei, darunter Werke von Rubens und Tiepolo. Durch das Palais führt der Weg in die Staatsgalerie in der Katharinenkirche (Dürer, Holbein d.Ä, Burgkmair d.Ä.).
Architekturensemble, Welterbe-Objekt
Wasserwerk am Roten Tor
Das Wasserwerk am Roten Tor ist ein ab 1416 gewachsenes Ensemble mit drei Wassertürmen, zwei Brunnenmeisterhäusern und einem Aquädukt. Es war bis 1879 in Betrieb. Die Ausstellung im Großen und Kleinen Wasserturm sowie im Oberen Brunnenmeisterhaus erklärt die Wasserhebung durch wasserradgetriebene Kolbenpumpen. Das Schwäbische Handwerkermuseum findet man im Unteren Brunnenmeisterhaus.
Brunnenkunst, Welterbe-Objekte
Prachtbrunnen
Der Augustusbrunnen ist das Werk von Hubert Gerhard: Auf dem Pfeiler steht seit 1594 die Figur des Stadtgründers. Auf dem Beckenrand lagern Figuren der Gewässer Lech, Wertach, Singold und Brunnenbach. Adriaen de Vries gestaltete die Bronzefiguren des Merkurbrunnens auf dem Moritzplatz (seit 1599 in Betrieb). Die Figuren des Herkulesbrunnens in der Maximilianstraße schuf de Vries bis zum Jahr 1600.
Reformation/Renaissance
St. Anna mit Fuggerkapelle
St. Anna war die Kirche eines 1321 gegründeten Karmeliterklosters. Die bis 1749 barockisierte Kirche beherbergt die Goldschmiedekapelle und die Fuggerkapelle, den ersten Renaissancebau Bayerns und die Grablege Jakob Fuggers. 1518 hielt sich Martin Luther im Kloster auf, im Ostchor hängt sein Porträt aus Cranachs Werkstatt. Das Museum Lutherstiege vermittelt die frühe Reformation in Augsburg.
Gotik/Barock
Ulrichskirchen
Der 1474 begonnene Bau der spätgotischen Benediktinerklosterkirche St. Ulrich und Afra war 1603/04 abgeschlossen. Für die Basilika stifteten die Fugger fünf Grabkapellen und die Fuggerorgel. Aus einer an die zweitgrößte Kirche der Stadt angebauten Predigthalle entstand bis 1710 die evangelische Kirche St. Ulrich. St. Ulrich und Afra und St. Ulrich sind eine der beiden Doppelkirchen in der Stadt.
Renaissance/Antike
Zeughaus & Römerlager
Am Giebel des Zeughauses (Reichsstädtisches Waffenarsenal, erbaut 1607, Elias Holl, Renaissance) prangt der "Höllensturz", eine Bronzefigurengruppe v. Hans Reichle. Im Innern (Toskanische Säulenhalle) zeigt die Dauerausstellung "Römerlager" Funde des römischen Augsburgs, der Provinzhauptstadt Augusta Vindelicum. Der Archäologische Garten (nahe Dom) ist ebenfalls einen Besuch wert.
Renaissance/Baukunst
Perlachturm & Kirche St. Peter
Elias Holl erhöhte den Turm (1614 bis 1616) im Stil der Renaissance. Die Aussichtsplattform in 70 Metern Höhe, eröffnet bei Föhn den Blick bis zu den Alpen! Der Perlachturm ist der „Campanile“ der im Kern romanischen Kirche St. Peter am Perlach, mit romanischem Christus Salvator, dem Fuggerkreuz und Bild Maria Knotenlöserin. Hinweis Perlachturm: derzeit geschlossen
Rokoko/Reformation
Fronhof/ Mozartdenkmal
An der Rokokofassade der bischöflichen Residenz am Fronhof beim Dom erinnert ein Gedenkstein an die Confessio Augustana, die 1530 im mittelalterlichen Vorgängerbau verlesen wurde. In der Parkanlage auf dem Fronhof, der früher auch als Turnierplatz diente, steht das moderne Doppeldenkmal für den 1719 in Augsburg geborenen Leopold Mozart und seinen Sohn Wolfgang Amadé.
Architektur/Sakralkunst
St. Moritz
Die Moritzkirche ist eine der ältesten Pfarreien Augsburgs, die durch eine Stiftung Jakob Fuggers seit 1517 eng mit dem Haus Fugger verbunden ist. Auch die Figur des Christus Salvator von Georg Petel im Chor ist die Stiftung eines Fuggers. Von 2010 bis 2013 wurde das Innere der Kirche von dem Londoner Stararchitekten John Pawson zum lichtdurchfluteten Juwel sakraler Baukunst umgestaltet.
Renaissance/Baukunst
Fuggerhäuser
Jakob Fugger „der Reiche“ (ab 1512) und spätere Fugger erbauten die Fuggerhäuser. Bis 1515 entstand der italienisch wirkende Damenhof. Im Stadtpalast hielten sich Kaiser Karl V. und andere Habsburger auf. Dort wurde Luther 1518 von Kardinal Cajetan verhört, residierte 1632 Schwedenkönig Gustav II. Adolf und gab Mozart 1777 ein Konzert. Die Badstuben zeigen die manieristische Raumkunst Italiens.
Renaissance/Baukunst
Stadtmetzg
Die städtische Verkaufshalle der Metzger wurde von 1606 bis 1609 von Stadtwerkmeister Elias Holl im Stil der Renaissance errichtet. Vor der Schaufassade – an der steinerne Rinderschädel an die frühere Nutzung erinnnern – des dreigeschossigen Satteldachbaus steht der Georgsbrunnen. Diese Figur eines unbekannten Künstlers wurde 1565 gegossen: Sie zierte ursprünglich eine Fassade.