Der Merkurbrunnen von Adriaen de Vries

Kunstdenkmal

Der Niederländer Adriaen de Vries modellierte ab 1596 die Figuren des 1599 aufgestellten Merkurbrunnens. Der spätere kaiserliche Kammerbildhauer hatte wie schon Hubert Gerhard beim stilprägenden Bildhauer dieser Epoche, Giambologna (Jean de Boulogne), in Florenz gelernt. Der mehr als lebensgroßen Bronzefigur des römischen Götterboten Merkur mit seinen Attributen – Flügelhelm und Botenstab – schnürt der kleine Liebesgott Amor, der auf dem Brunnenpfeiler hockt, die Sandalen auf. Am Pfeiler speien jeweils zwei Medusenhäupter und Hundeköpfe sowie vier Adlerköpfe Wasser – Letztere sind Symbole der Verbundenheit der Reichsstadt mit dem Kaiser. Die Löwenmasken am Pfeiler stammen vermutlich aus späterer Zeit. Die beiden Schriftkartuschen am Brunnenpfeiler nennen die Stadtpfleger Hans Welser und – zweimal – Octavian Secundus Fugger, die für die Errichtung des Merkurbrunnens verantwortlich waren.
Foto: © Martin Augsburger/Stadt Augsburg

Weitere Informationen

In der warmen Jahreszeit sind alle Figuren des Brunnens jederzeit zu besichtigen. Im Winter wird der Brunnen bis auf die Hauptgruppe eingehaust.

Merkurbrunnen
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