Das Spital wurde 1676 nach dem 30-jährigen Krieg von den Jesuiten neben ihrer Kirche als "Seelhaus" erbaut. Es diente der Armen- und Krankenpflege.
Das Spital wurde im Jahr 1676, in der Zeit nach den verheerenden Folgen des Dreißigjährigen Krieges, von den Jesuiten unmittelbar neben ihrer Kirche als sogenanntes „Seelhaus“ errichtet. In einer Epoche, die von Armut, Krankheit und sozialen Umbrüchen geprägt war, erfüllte das Gebäude eine wichtige karitative Aufgabe. Es diente vor allem der Versorgung Bedürftiger, der Pflege Kranker sowie der Aufnahme von Menschen, die auf Unterstützung angewiesen waren. Damit übernahmen die Jesuiten nicht nur eine religiöse, sondern auch eine bedeutende soziale Verantwortung für die Bevölkerung.
Im Laufe der Zeit entwickelten sich die Anforderungen an die medizinische Versorgung weiter. So wurde im Jahr 1824 im Spitalgarten ein Bezirkskrankenhaus errichtet, das eine modernere und strukturiertere Krankenpflege ermöglichen sollte. Mit dem weiteren Wachstum der Stadt und den steigenden Ansprüchen an Hygiene, Ausstattung und Behandlungsräume wurde das Bezirkskrankenhaus schließlich im Jahr 1910 an einen neuen Standort verlegt. Es zog an die Stelle des heutigen Krankenhauses an der Herrgottsruhstraße um.