Persönlichkeiten

Hl. Afra

Die Bistumsheilige Afra wurde nachweislich bereits im 6. Jahrhundert verehrt. Sie wurde angeblich um 304 als Märtyrerin auf einer Lechinsel verbrannt. Afras reale Existenz wird in jüngerer Zeit bezweifelt. Ihre angeblichen Überreste wurden in einem römischen Sarkophag in St. Ulrich und Afra bestattet.

 

Sehenswürdigkeiten:

Basilika St. Ulrich und Afra Augsburg
Wallfahrtskirche St. Afra Friedberg

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Agnes Bernauer

Agnes Bernauer (um 1410 – 1435), ist eine der volkstümlichsten Frauen in der Geschichte Bayerns. Herzog Albrecht III. von Bayern-München lernte die schöne Baderstochter bei einem Turnier in Augsburg kennen und heiratete sie heimlich. Ihr Schwiegervater, Herzog Ernst, ließ sie 1435 in der Donau bei Straubing ertränken. Der Dichter Friedrich Hebbel und der Komponist Carl Orff nutzten diesen Stoff. Der Schriftsteller Manfred Böckle verfasste den Historienroman „Agnes Bernauer. Hexe, Hur‘ und Herzogin“.

 

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Bertolt Brecht

Eugen Berthold Friedrich Brecht (1898 – 1956) wurde als Sohn eines kaufmännischen Angestellten in einem kleinen Handwerkerhaus in der Altstadt geboren. Bis 1920 lebte er in Augsburg, das sein Werk maßgeblich prägte. 1928 machte ihn die Dreigroschenoper weltberühmt. 1933 musste Bertolt Brecht emigrieren. Von 1949 lebte Brecht in Ost-Berlin. Bekannteste Werke neben der „Dreigroschenoper“: „Mutter Courage und ihre Kinder“, „Herr Puntila und sein Knecht Matti“, „Der gute Mensch von Sezuan“, „Der Kaukasische Kreisekreis“. Bei zwei Wohnhäusern der Familie Brecht verläuft die Bert-Brecht-Straße. Mehrere Brecht-Infostelen der Regio Augsburg Tourismus GmbH in der Innenstadt leiten zu Stationen im Leben des Dichters und Dramaturgen.

 

Sehenswürdigkeiten:

Brechthaus Augsburg

Weitere Wohnhäuser der Familie Brecht

 

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Rudolf Diesel

Rudolf Diesel (1858 – 1913) besuchte die Industrieschule in Augsburg. Nach Maschinenbaustudium in München und zwölfjähriger Mitarbeit bei Carl von Linde entwickelte Diesel von 1893 bis 1897 für die Maschinenfabrik Augsburg den später nach ihm benannten Verbrennungsmotor. Diesel starb während einer Überfahrt nach England vermutlich durch Selbstmord.

 

Sehenswürdigkeiten

MAN-Museum

Rudolf-Diesel-Gedächtnishain

 

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Jakob Fugger „der Reiche“

Jakob Fugger (1459 – 1525) wurde ab etwa 1490 zum bedeutendsten Kaufherrn, Bankier und Montanunternehmer Europas. Er finanzierte vier Päpste und die Habsburgerkaiser Maximilian I. und Karl V. Jakob Fugger stiftete 1509 die Fuggerkapelle, den Westchor der St.-Anna-Kirche. Mit dieser Grabkapelle Jakob Fuggers und seiner Brüder Ulrich und Georg entstand der erste Renaissancebau Deutschlands. 1521 stiftete Jakob Fugger die heute älteste bestehende Sozialsiedlung der Welt, die Fuggerei. Der Damenhof in den Fuggerhäusern wurde 1515 zum ersten Profanbau der deutschen Renaissance. Durch Jakob Fuggers Erwerbung der Grafschaft Kirchberg und der Herrschaft Weißenhorn begann 1507 der Aufstieg der Fugger in den Adel.

 

Sehenswürdigkeiten:

Fuggerhäuser und Damenhof

Fuggerkapelle in St. Anna

Fuggerei

Dürers Porträt des Jakob Fugger in der Galerie Altdeutsche Meister

 

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Anton Fugger

Anton Fugger (1493 – 1560) war der Neffe und Nachfolger des kinderlos verstorbenen Firmenlenkers Jakob Fugger. Unter ihm erreichte die Fuggerfirma 1546 den wirtschaftlichen Höhepunkt. Anton Fugger begann den systematische Ankauf von Herrschaften, Schlössern und Ländereien um Augsburg. Er erweiterte die Fuggerei und sicherte die Fugger‘schen Stiftungen. Mit Anton Fuggers Tode endete das sogenannte „Zeitalter der Fugger“.

 

Sehenswürdigkeiten:

Fuggerhäuser und Damenhof

Fuggerkapelle in St. Anna

Fuggerei 

 

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Helmut Haller

Helmut Haller (geboren 1939, verstorben 2012) war ein legendärer Augsburger Fußballprofi. Der frühe Italien-„Legionär“ (FC Bologna, Juventus Turin) wurde 1966 mit der deutschen Fußball-Nationalmannschaft Vizeweltmeister. Haller absolvierte von 1958 bis 1970 ingesamt 33 Länderspiele. 1973 sorgte er durch seine Rückkehr zum FC Augsburg für eine bis heute bespiellose Fußballbegeisterung in der Region.

 

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Elias Holl

Elias Holl (1573 – 1646) entstammt einer Augsburger Maurer- und Baumeisterfamilie. Er arbeitete unter anderem für die Fugger und war seit 1602 Augsburger Stadtwerkmeister. Holl prägte bis heute das Bild der Renaissancestadt Augsburg. Er errichtete das Zeughaus, die Stadtmetzg, das Kaufhaus, das Gymnasium bei St. Anna und das Heilig-Geist-Spital. Zudem gestaltete Holl das Rote Tor, das Wertachbrucker Tor und den Perlachturm um. Holls Hauptwerk ist das Rathaus. Gedenktafeln für Holl findet man im Rathaus (dort auch eine Büste und Gemälde), beim Elias-Holl-Platz, dort auch ein Denkmal) und am Geburtshaus (Bäckergasse).

 

Sehenwürdigkeiten:

Rathaus

Perlachturm

Zeughaus

Stadtmetzg

Heilig-Geist-Spital (Spielort der „Augsburger Puppenkiste“)

 

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Hans Holbein d. J.

Hans Holbein d.J. (1497/98 – 1543) war der Sohn Hans Holbeins d.Ä., des bedeutendsten Malers und Zeichners der Augsburger Spätgotik. Die Staatsgalerie Altdeutsche Meister zeigt mehrere seiner Werke, einige Gemälde sind im Dom zu sehen. Der Sohn wurde im Holbeinhaus (Gedenktafel) im Lechviertel geboren. Hans Holbein d.J. verließ Augsburg um 1515. Über die Schweiz, Frankreich und die Niederlande kam er nach London, wo er 1537 zum Hofmaler König Heinrichs VIII. aufstieg. 

 

Sehenswürdigkeiten:

Holbeinhaus

Staatsgalerie Altdeutsche Meister

 

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Willy Messerschmitt

Wilhelm Emil Messerschmitt (1898 – 1978) arbeitete seit 1927 als Flugzeugentwickler im heutigen Augsburger Stadtteil Haunstetten, wo er 1938 die Messerschmitt-AG gründete. Bis 1945 entwickelt Messerschmitt das erste Reiseflugzeug der Welt, das weltweit meistgebaute Jagdflugzeug sowie das erste in Serie gebaute Düsenflugzeug der Welt. Mit seinen Flugzeugen wurde 1939 ein Geschwindigkeits-Weltrekord für Propeller-Flugzeuge aufgestellt. Ein Düsenjäger (Me 163) der Messerschmitt-Werke überwand erstmals die Schwelle von 1000 km/h.

 

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Maria Anna Thekla Mozart

Maria Anna Thekla Mozart (1758 – 1841), das „Bäsle“, war 1777 die erste Liebe des jungen Komponisten Wolfgang Amadé Mozart. Mozarts „Bäsle-Briefe“ gelten heute als einzigartige Zeugnisse der deutschen Brief-Literatur. An der Stelle ihres Geburtshauses wurde ihr eine Gedenktafel gewidmet.

 

Sehenswürdigkeit:

Mozarthaus

 

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Leopold Mozart

Leopold Mozart (1719 – 1787) kam als Sohn eines Augsburger Buchbindermeisters im Handwerkerhaus an der heutigen Frauentorstraße zur Welt. Seine Bildung und musikalische Ausbildung erhielt Leopold Mozart im Augsburger Jesuitenkolleg. 1737 wanderte Mozart nach Salzburg aus, blieb Augsburg aber zeitlebens verbunden. Der Hofmusiker und Musikpädagoge verlegte 1756 seinen „Versuch einer gründlichen Musikschule“ in Augsburg. Das Bürgerrecht der Reichsstadt Augsburg behielt er trotz seiner Anstellung beim Fürstbischof in Salzburg. Sein 1756 in Salzburg geborener Sohn Wolfgang Amadé ist also „ein halber Augsburger“ (Theodor Heuss). Wolfgang Amadé war fünfmal in der „vatterstadt meines papa“.

 

Sehenswürdigkeiten:

Mozarthaus

Kleiner Goldener Saal des früheren Jesuitenkollegs

 

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Ulrich von Augsburg

Ulrich (um 890 – 973), war seit 923 Bischof von Augsburg. Er ließ Augsburg durch eine Mauer sichern und verteidigte die Stadt 955 gegen die Ungarn, die vor der Schlacht auf dem Lechfeld Bayern und Schwaben verwüsteten. Seine Grabkapelle mit einer barocken Tumba ist in der Unterkirche von St. Ulrich und Afra untergebracht.  

 

Sehenswürdigkeiten:

St. Ulrich und Afra

Diözesanmuseum St. Afra

 

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Bartholomäus (V.) Welser

Bartholomäus (V.) Welser (1484 – 1561) war ein herausragender Vertreter der in Augsburg ab 1246 belegten Patrizier- und Kaufherrnfamilie. Unter ihm erreichte die Welserfirma die größte Ausdehnung: Bartholomäus Welser finanzierte den Habsburgerkaiser Karl V. und machte Kreditgeschäfte mit dem französischen König. 1528 bis 1556 versuchten die Welser erfolglos, Venezuela zu kolonisieren. Eine Gedenktafel am Haus Annastraße 25 erinnert an die Zeit, als die Welser Statthalter von Venezuela waren.

 

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Bildnachweis:

Kupferstich von Georg Christoph Eimmart,© Kunstsammlungen und Museen Augsburg

Philippine Welser

Philippine Welser (1527 – 1580), wurde 1557 heimlich vom Sohn Kaiser Ferdinands I., Erzherzog Ferdinand, geheiratet. 1567 bezog die Welserin Schloss Ambras bei Innsbruck, bei den Landeskindern war sie als „Mutter von Tirol“ beliebt. Bis 1576 musste die unstandesgemäße Ehe offiziell geheimgehalten werden.

 

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