Friedensstadt Augsburg

Text und Bilder: Regio Augsburg Tourismus GmbH


Augsburg, Stadt der Reformation und des Religionsfriedens

Der Augustinermönch Martin Luther übermittelt im Jahr 1517 dem Erzbischof Albrecht von Brandenburg ein Schriftstück von 95 Thesen. Darin verurteilt er scharf die Missstände der römisch-katholischen Kirche, den Ablasshandel und die Korruption. Luther findet deutliche Worte und wird von Kaiser Karl V. zum Ketzer erklärt. Seine Thesen spalten fortan das Christentum in zwei Konfessionen - die Katholiken und die Protestanten.
 

Confessio Augustana

Auf dem Reichstag zu Speyer (1529) fordern reformatorisch gesinnte Landesfürsten die Glaubensfreiheit. Auf dem Reichstag zu Augsburg anno 1530 legen sie schließlich ein Glaubensbekenntnis - die Confessio Augustana - vor. Kaiser Karl V. und die katholischen Fürsten lehnten dieses Schriftstück ab. Der Versuch zur Wiedervereinigung der beiden Konfessionen scheitert.
 

Der Augsburger Religionsfrieden

Am 05. Februar 1555 eröffnet der deutsche König Ferdinand I. - der Bruder des Kaisers - den Augsburger Reichstag. Ziel dieses Zusammentreffens - ein Frieden zwischen Lutheranern und Katholiken. Der Augsburger Religionsfrieden ist die erste staatsrechtliche Verfügung in der westlichen Christenheit, die zwei Konfessionen zulässt. Die endgültige Gleichstellung der beiden großen Konfessionen kommt jedoch erst durch den Westfälischen Frieden 1648 zustande - nach 30 Jahren Kriegszustand, Leid und Verwüstung. Luther erlebte diese Entwicklung nicht mehr. Er stirbt bereits am 18. Februar 1546 in Eisleben.
 

Augsburg und ein ganz besonderer Feiertag – der 8. August

Das Augsburger Hohe Friedensfest wird seit 1650 am 8. August gefeiert. Ursprünglich wurde damit das, 1648 durch den Westfälischen Frieden eingeleitete, Ende der Rekatholisierungsmaßnahmen während des Dreißigjährigen Krieges gefeiert. Heute ist das Friedensfest ein auf das Augsburger Stadtgebiet beschränkter gesetzlicher Feiertag. Das Friedensfest wurde 2008 von der deutschen UNESCO-Kommission zum immateriellen Kulturerbe erklärt.
Friedensstadt Augsburg


Das Museum - Die Lutherstiege in St. Anna

„Grüße bitte alle in meinem Namen, gleich ob ich zurückkehre oder nicht.“ Martin Luther war sich keineswegs sicher, ob er Augsburg lebend verlassen würde…1518 musste er sich im Fuggerpalais Kardinal Cajetan zum Verhör stellen. Weltgeschichte und ein „must see“ in Augsburg: die multimedial inszenierten Stationen der "Lutherstiege" erinnern an diese schicksalsträchtige Begebenheit.
Lutherstiege
 

Kirchen

In der Augsburger Innenstadt, am Ende der Maximilianstraße, steht die kleine evangelische Ulrichskirche direkt vor der großen römisch-katholischen Basilika St. Ulrich und Afra. Gemeinsam bilden sie ein einzigartiges Ensemble. Die beiden Kirchen sind symbolhaft für die Ökumene in Augsburg.

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Martin Luther und der Kurzweil viel... "Wir schauen Martin Luther aufs Maul"
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Unser Tipp:
 
Ein ganz besonderer Feiertag!
Am 8. August sind in Augsburg alle Geschäfte geschlossen. Die Menschen treffen sich auf dem Rathausplatz an der Friedenstafel. Das Hohe Friedensfest ist seit 1950 ein offizieller Feiertag.
 
Warum?
Im Zuge des Dreißigjährigen Krieges wurde den Augsburger Protestant*innen am 8. August 1629 die freie Ausübung ihres Glaubens untersagt. Die Gleich-stellung der Konfessionen erfolgte später im Westfalischen Frieden 1648. Sie war jedoch bereits 1555 im Augsburger Religionsfrieden formuliert. Am 08. August 1650 feierten die Protestant*innen erstmals das Ende Ihrer Unter-drückung mit dem "Hohen Friedensfest".
 
Augsburg feiert!
Das Hohe Friedensfest
Die Geschichte - ein Auftrag als Friedensstadt: niemand soll mehr aufgrund seiner Religion oder Herkunft ausgeschlossen werden!
 
 
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In Augsburg wurde Reformations-geschichte geschrieben. Erkunden Sie die wichtigsten Schauplätze mit dem Audio Guide für das eigenen Smartphone. Luthers Verhör, das Augsburger Bekenntnis und der Religionsfrieden.
 
 
 
 
 
 
 
 

Buchtipp:

Luther in Augsburg
Wege in der
Reformationsstadt Augsburg
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The city of reformation