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Augsburg-Tourismus folgt dem Beispiel des FC Augsburg

Augsburg-Tourismus folgt dem Beispiel des FC Augsburg: in der Tabelle geht es aufwärts

Das Reiseziel Augsburg folgt dem dortigen Fußball-Bundesligisten: Es klettert in der (Tourismus-) Tabelle Jahr für Jahr weiter noch oben. Das hat zuletzt – so Augsburgs Tourismusdirektor Götz Beck – eine Umfrage des Marktforschungsinstituts TNS Infratest ergeben. Mit einem Bekanntheitsgrad von 63,3 % lag Augsburg im Jahr 2013 sogar vor den bayerischen Welterbestädten Würzburg und Regensburg. Seit 2002, als Augsburg bei einem Bekanntheitsgrad von 57,5 % gelegen hatte, hat die Stadt Würzburg (2013: 61,9 %), Rostock (2013: 60,5 %) und Regensburg (2013: 60,3 %) nicht nur überholt. Im Vergleich zu Würzburg und Regensburg wies die Fuggerstadt beim Bekanntheitsgrad außerdem sogar deutlich höhere Zuwächse auf. Dass Zuwächse nicht selbstverständlich sind, zeigt das Beispiel von Nürnberg, der nach München bekanntesten Stadt im Bayern-Tourismus: Der immer noch sehr hohe Bekanntheitsgrad der Dürer- und Messestadt (2013: 77,3 %) nahm zuletzt um 1,3 % ab.

An was denken die Deutschen bei Augsburg, wenn sie nach konkreten Themen und Bildern gefragt werden? Neuerdings an Fußball: Mit dem runden Leder und dem FC Augsburg verbanden die Fuggerstadt noch 2002 nur 1,5 % der Deutschen – 2013 waren es dagegen 12,7 %. Hier wird spürbar, wie stark das Fernsehen das Bild einer Stadt prägt: Noch immer sind die Augsburger Puppenkiste (2013: 20,5 %) und die Fugger beziehungsweise die Fuggerei (2013: 7,0 % und 2,9 %) herausragende Tourismusthemen. Doch weil die Ausstrahlungen der viel gesehenen TV-Mehrteiler der Marionettenbühne und über die Geschichte der reichen Fugger jeweils schon lange her sind, nahm der immer noch hohe Bekanntheitsgrad von Jim Knopf und Jakob Fugger im letzten Jahrzehnt ab. Dass sich Augsburg mit seiner historischen Wasserwirtschaft als UNESCO-Welterbe bewerben will, hat sich dagegen offenbar bereits herumgesprochen: Mit dem Thema Donau, Lech und Fluss verband 2002 noch niemand die wasserreiche Stadt, 2006 waren es 1,3 %, 2013 aber mit 2,5 % bereits fast doppelt so viel.

Wem solche Werte eher niedrig vorkommen, muss – so Augsburgs Tourismusdirektor Götz Beck – auf Vergleichszahlen schauen: Augsburgs römische Vergangenheit war im Jahr 2013 exakt 3,2 % der Befragten bewusst, den Zoo kannten 2,1 %, und dass die Stadt in Süddeutschland liegt, fiel gerade mal 1,0 %der Befragten ein. In dieser Größenordnung erinnern sich die Deutschen auch spontan an das Augsburger Rathaus und an den Christkindlesmarkt. Weit weniger ausgeprägt war das Bewusstsein der Befragten für andere für Augsburg wichtige Themen: An das Augsburger Friedensfest dachten 0,6 %, Namen wie Brecht und Mozart werden national so gut wie gar nicht mit Augsburg verbunden. Dass Augsburg eine schöne Stadt ist (2013: 9,1 %) und eine sehenswerte Altstadt besitzt (2013: 8,7 %), ist allerdings eine vergleichsweise weit verbreitete Erkenntnis. In Verbindung mit dem gut frequentierten Kongressstandort sowie Messe- und Geschäftstourismus profitiert Augsburg jedenfalls spürbar vom insgesamt gewachsenen Bekanntheitsgrad: Sowohl bei den Gästeankünften (407.653) als auch bei den Übernachtungen (717.722) war im Jahr 2013 für die Stadt eine deutliche Steigerung von jeweils 5,1 % zu verzeichnen.

 

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