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Der Landkreis Augsburg will Augsburgauf dem Weg zum UNESCO-Welterbe unterstützen

Einstimmiger Beschluss des Kreistags zur Interessenbekundung der Stadt Augsburg

Der Landkreis Augsburg wird die laufende Interessenbekundung der Stadt Augsburg zur Aufnahme in die Liste des UNESCO-Welterbes im Rahmen seiner Möglichkeiten unterstützen. Dies war die Beschlussfassung anlässlich der letzten Kreistagssitzung, bei der einstimmig – mit 67 Ja-Stimmen und ohne Gegenstimme – die Hilfestellung des Landkreises Augsburg signalisiert wurde. Tourismusdirektor Götz Beck von der Regio Augsburg Tourismus GmbH, die den Interessenbekundungsprozess im Auftrag von Peter Grab, dem 3. Bürgermeister und Kulturreferenten der Stadt Augsburg, organisatorisch betreut, stellte die Schritte auf dem Weg zum Welterbestatus und die damit verbundenen Inhalte vor. Beck skizzierte die historische Augsburger Wasserwirtschaft, die mit Baudenkmälern, technischen und industriearchäologischen Denkmälern, hydrotechnischen Modellen, Dokumenten und Publikationen ein technologisches Zeitfenster von einem halben Jahrtausend abdeckt. Insbesondere die Lech- und Wertachkanäle, fünf Wassertürme, das historische Wasserwerk am Hochablass und das Lechstauwehr selbst, aber auch die Augsburger Monumentalbrunnen und das Wasserkraftwerk auf der Wolfzahnau sind Pluspunkte der Augsburger Interessenbekundung.

 

Martin Kluger, der Autor des Begleitbuchs zur Interessenbekundung der Stadt Augsburg zur Aufnahme in die Liste des UNESCO-Welterbes, ergänzte Becks Ausführungen um den Hinweis, dass im heutigen Landkreis Augsburg der geographische wie technologische Schlusspunkt der historischen Augsburger Wasserwirtschaft zu finden sei. Mit dem ab 1898 in drei Abschnitten gegrabenen Lechkanal und den drei ab 1901 errichteten Wasserkraftwerken der LEW in Gersthofen, Langweid und Meitingen zeigt der Landkreisnorden einen wichtigen Ausschnitt der mit der Wasserwirtschaft verbundenen Industriekultur. Die beiden Themen Süßwasserbewirtschaftung und Industriekultur sind unter den derzeit rund 1000 Welterbestätten äußerst rar, was die Chancen der Augsburger Interessenbekundung signifikant verbessere, so Tourismusdirektor Götz Beck. Äußerst erfreut vom einstimmigen Votum der Landkreispolitiker zeigte sich Augsburgs 3. Bürgermeister und Kulturreferent Peter Grab: „Sollte der Prozess der Interessenbekundung am Ende zum Welterbestatus der historischen Augsburger Wasserwirtschaft führen, wird auch der benachbarte Landkreis profitieren – zum Beispiel durch einen signifikant erhöhten Bekanntheitsgrad, zu dem das Welterbeprädikat höchstwahrscheinlich führen wird.“ Götz Beck: „Es ist bekannt, dass über ein Drittel der ausländischen Touristen in Deutschland gezielt Welterbestätten besuchen – sie machen das Prädikat zum ausschlaggebenden Kriterium ihrer Destinationswahl.“ Die Aufnahme in die Liste des Unesco-Welterbes könne darüber hinaus, wie Bürgermeister Peter Grab betonte, als Gütesiegel für die gesamte Umweltkompetenzregion Augsburg gesehen werden.

 

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