Pressemeldungen

Augsburger Wassertage: Industriekultur, Marionetten und Shakespeare auf dem Weg zum Welterbe

Augsburgs historische Wasserwirtschaft könnte schon 2019 einen Platz auf der UNESCO-Welterbeliste einnehmen. Hochoffiziell und schwarz auf weiß hat die Stadt diese Nachricht vor wenigen Tagen erhalten. Das macht die Denkmäler der Wasserwirtschaft aktuell noch etwas spannender. Bei den zum dritten Mal organisierten „Augsburger Wassertagen“ können erneut Wasserwerke und Wasserkraftwerke, Brunnenfiguren im Maximilianmuseum und Bäche im Stadtwald Augsburg besucht und besichtigt werden. Doch das Programm bietet auch Neues: Shakespeare im Wasserturm und die „Wasserspiele“ der Marionetten im Museum der Augsburger  Puppenkiste. Jeweils verschiedene Programmpunkte finden an jedem ersten Sonntag im Monat von Mai bis Oktober und einigen weiteren Terminen statt. Am Sonntag, 3. Mai,  beginnt das Programm der „Augsburger Wassertage“.

Selbst die „Stars an Fäden“ werben jetzt für Augsburgs historische Wasserwirtschaft: Die Sonderausstellung „Wasserspiele – Marionetten als Kulturbotschafter“ ist zwar schon vor einigen Tagen eröffnet worden, gehört aber sicher zu den Programmhöhepunkten der diesjährigen  „Augsburger Wassertage“. Dass die Schau im Puppentheatermuseum „die kiste“, die Marionetten mit Themen der Augsburger Wasserwirtschaft  zusammenbringt, unter der Schirmherrschaft der Deutschen UNESCO-Kommission steht, hält Augsburgs Tourismusdirektor Götz Beck für „ein ganz starkes Signal“. Der Chef der Regio Augsburg Tourismus GmbH, die an den ersten Sonntagen der Monate Mai bis Oktober jeweils von 10 bis 16 Uhr durch die Wassertürme am Roten Tor führt, hat sogar Shakespeare bemüht, um für Augsburgs Kultur- und Technikerbe zu werben. An mehreren Abenden im Juli – Premiere ist der 3. Juli – wird die Theatergruppe Bluespots Productions Romeo und Julia im Großen und im Kleinen Wasserturm bei einer experimentellen Inszenierung lieben und sterben lassen.

Was sonst so läuft rund um Augsburgs Wasser, zeigt die Programmbroschüre, die nicht zuletzt mit Unterstützung durch die Stadtwerke Augsburg gestaltet wurde. Die Stadtwerke bieten den bislang meistbesuchten Programmpunkt der bereits 2013 und 2014 organisierten Wassertage an: Das historische Wasserwerk am Hochablass ist schließlich ein international bedeutendes Denkmal der Industriekultur. Tourismusdirektor Götz Beck freut sich darüber hinaus, dass verschiedenste Veranstalter mit breit gefächertem Angebot Augsburgs historische Wasserwirtschaft auf ihrem Weg zum Welterbestatus unterstützen: Das Schwäbische Handwerkermuseum zeigt den Kastenturm, das Maximilianmuseum informiert zu den Monumentalbrunnen, Kraftwerksbetreiber Franz Winter gewährt Einblicke in zwei historische Wasserkraftwerke, Hausherr Kurt Idrizovic öffnet die Tür zum Unteren St.-Jakobs-Wasserturm, der Landschaftspflegeverband Stadt Augsburg führt zu Fuß oder per Rad zum Wasser im Stadtwald Augsburg. Neben anderen Augsburger Veranstaltern beteiligen sich erneut Einrichtungen aus dem Landkreis Augsburg an den Wassertagen: Jeden ersten Sonntag in den Monaten Mai bis Oktober öffnet das Lechmuseum Bayern im historischen Wasserkraftwerk der LEW in Langweid die Pforten. Und das Klostermühlenmuseum Thierhaupten informiert zur Mühlentechnik. In der Unteren Mühle an der Friedberger Ach hat Museumsleiterin Claudia Drachsler anlässlich der anstehenden Welterbe-Bewerbung sogar eine neue Ausstellung zur Geschichte der Wasserkraft eingerichtet, die erstmals im Rahmen der „Augsburger Wassertage“ besichtigt werden kann.

Erhältlich ist die Programmbroschüre unter anderem bei der Tourist-Information der Regio Augsburg Tourismus GmbH, im Kundencenter der Stadtwerke Augsburg und an vielen weiteren Verteilstellen. Das vollständige Programm ist im Internet unter www.augsburg-tourismus.de/welterbe zu finden.

 

Zurück